Erster Budotag in Murr - ein großartiges Erlebnis
 

 

Was in der Jahresversammlung der Abteilung Karate im März als Idee eines Einzelnen begann, wurde am vergangenen Samstag für viele Teilnehmer ein großartiges Erlebnis. Kampfkunstbegeisterte von verschiedenen Stilrichtungen (ZEN Meditation, Judo, Karate, Tai Chi, Kung Fu und Aikido)  trafen sich zum gemeinsamen Training und Austausch.

 

 

Schon als Thomas Preiß von der Abteilung Karate des SGV Murr kurz nach 10 Uhr am Samstag den Budotag eröffnete, konnte man die Vorfreude der zahlreichen Teilnehmer auf die kommenden Trainingseinheiten spüren.

Mit einer Einführung in ZEN Meditation konnten sich alle in Ruhe und Konzentration auf das Kommende vorbereiten und sich auf den Tag einstimmen.

Danach wurde es anstrengend und für die Teilnehmer, die nicht zum Steinheimer Judoteam gehörten, ungewohnt. Fallschule stand auf dem Programm der Judokas. Während sich die Profis aus größerer Höhe und mit Schwung auf die Matten schmissen, mussten sich einige der anderen Teilnehmer doch etwas überwinden zu fallen. Dazu durften wir uns noch im Bodenkampf üben.

 

Als nächste Kampfkunst präsentierte sich unsere Abteilung Karate. Hier stand die Abwehr eines Fußtritts im Vordergrund. In einzelnen Schritten lernten die Teilnehmer eine Sequenz aus Angriff mit einem Fußtritt und die mögliche Abwehr durch blocken, ausweichen und Gegenangriff mit einer Fausttechnik. Die geraden und harten Techniken und Bewegungen des Karate waren ein starker Kontrast zu der davor praktizierten Judoeinheit.

Die Teilnehmer konnten sich danach in der wohlverdienten Pause bei strahlendem Sonnenschein erholen.

 

Zum Wiedereinstieg in die Trainingseinheiten stand Tai Chi auf dem Programm. Die wunderbar weichen und fließenden Bewegungen waren für viele Teilnehmer ungewohnt. Wer glaubte, Tai Chi wäre rein der Optik nach mühelos, sah sich eines Besseren belehrt. Auch hier war es für den Ungeübten anstrengend.

 

Danach ging es mit einer Urform der Kampfkünste weiter: Kung Fu stand auf demKursplan. In weichen, ausweichenden Bewegungen dem Gegner kein Ziel bieten, um dann blitzschnell den Kontrahenten durch Hebel und Blockaden zu „fesseln“ und seinerseits den Kampf durch Schläge zu beenden.

Die Köpfe rauchten, die Übungspartner verknoteten sich, bis die Übung immer mehr verinnerlicht wurde. Zum Schluss dieser Einheit konnten sich die Teilnehmer noch an dem legendären „One Inch Punch“ (ein Schlag ohne auszuholen) probieren, bei dem man seine innere Energie durch den Körper in die Handfläche fließen lässt.

 

Nach kurzer Pause war dann Aikido an der Reihe. Die Idee ist, in fließendenBewegungen die Energie des Partners zu nutzen und umzulenken.

So übten alle fleißig den Angreifer an sich vorbei zu lenken, um ihn dann kontrolliert in einem Kreis um sich herum zu führen. Wenn die Trainerin die Übungen demonstrierte sah alles ganz einfach aus. Mühelos und elegant führte sie Ihren Partner, um ihn schließlich auf dem Boden abzulegen. Es mutete fast wie ein Tanz an.

 

Den Schluss bildete wiederum eine Einheit ZEN Meditation, um den Körper und den Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

 

Verschwitzt, zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen beendeten die Teilnehmer den Budotag am frühen Abend.

Die Gelegenheit zusammen zu sitzen und sich bei Essen und Trinken über dengemeinsamen Tag und die verbindende Leidenschaft für Kampfkunst auszutauschen, wurde rege genutzt. In den Gesprächen war auch überall zu hören: so ein toller Tag muss unbedingt wiederholt werden! sh

 

Bericht Marbacher Zeitung

Bericht Ludwigsburger Kreis-Zeitung